Dortmund maritim

Wo 2001 das letzte Mal Stahl gegossen wurde, kreuzten keine zehn Jahre später Jollen über den neu angelegten See. In kurzer Zeit wurde ein Stahlwerk zum angesagten Naherholungsgebiet.

Möwengeschrei, weiße Segel, ein sanftes Plätschern der Wellen am Ufer. Klingt wie Hamburg, ist aber in Dortmund inzwischen genauso Realität. Seit 2010 das Gelände des einstigen Stahlwerks Phoenix Ost umgebaut und geflutet wurde, prägt der 24 Hektar große Phoenix-See den Dortmunder Süden – und ist damit noch sechs Hektar größer als die Hamburger Binnenalster. Promenaden mit Gastronomie, Büros und Wohnungen, und jede Menge Freizeitmöglichkeiten: So sieht es seit mehr als zehn Jahren in Dortmund-Hörde aus.

Dabei war Dortmunds Süden mehr als 150 Jahre lang vom Stahl geprägt. In den Werken Phönix West und rund zwei Kilometer östlich auf Phönix Ost glühten die Hochöfen. Als sie erloschen, standen hunderte Hektar zur Entwicklung bereit. Nach fünf Jahren Planung und weiteren fünf Jahren Bauzeit ist das Leuchtturmprojekt vollendet gewesen. Damit ist es ein Symbol für die grüne Transformation und einen erfolgreichen Strukturwandel im Ruhrgebiet. Auf Phoenix West hingegen ist ein Industriepark entstanden, der über einen 64 Meter hohen Skywalk über das alte Hochofenwerk einen tollen Blick über den Dortmunder Süden ermöglicht.

Fotonachweis © Jochen Tack, pixabay, Dortmund-Agentur, Roland Gorecki, Daniel Tiessen

Der See in Zahlen

Rund 3,2 Kilometer lang ist der Rundweg um den Phoenix-See. Von West nach Ost erstreckt sich der See über eine Länge von etwa 1,2 Kilometern. An seiner breitesten Stelle misst er 320 Meter. Im Mittel ist der See 2,5 Meter tief. Rund um sein Ufer sind gut 2.000 Wohneinheiten entstanden.

Phoenix See
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Phoenix See

Phoenix See

44263 Dortmund

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