Dienstag, 18. Januar 2022

Keine Einsatzbeschränkungen für grünen Wasserstoff

Wirtschaft begrüßt Ampel-Vereinbarung

Metropole Ruhr, 18. Januar 2022. Die neue Bundesregierung wird den Einsatz von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien nicht auf bestimmte Anwendungsbereiche wie Industrie und Verkehr begrenzen. So sieht es der Koalitionsvertrag der Ampel vor. Deutsche Wirtschaftsentscheider*innen bewerten diese Vereinbarung positiv, wie die neuesten Ergebnisse des nationalen Wasserstoffmonitors von Metropole Ruhr, RWE und thyssenkrupp zeigen.

55,7 Prozent der vom Civey-Institut Befragten beurteilen die Entscheidungals eindeutig richtig (39,3 Prozent) oder eher richtig (16,4 Prozent). Beinahe ein Fünftel (18,0 Prozent) der Unternehmenslenker*innen ist anderer Meinung und hält die Koalitionsvereinbarung für eindeutig falsch (11,0 Prozent) oder eher falsch (7,0 Prozent).

Die von vielen Umweltverbänden geforderte Beschränkung auf bestimmte Anwendungsbereiche war ein Knackpunkt der Koalitionsverhandlungen. Am Ende einigte sich die Ampel-Koalition darauf, keine Vorgaben für den Einsatz des perspektivisch knappen Wasserstoffs aus erneuerbaren Energien zu machen. Stattdessen wird lediglich empfohlen, grünen Wasserstoff vor allem dort einzusetzen, wo sich Prozesse nicht effizient direkt elektrifizieren lassen.

Entscheider*innen: Das sind die wichtigsten Handlungsfelder im Koalitionsvertrag

Befragt nach den drei wichtigsten Wasserstoffvereinbarungen im Ampel-Vertrag nennen die meisten Wirtschaftsentscheider*innen den schnellen Aufbau eines Wasserstoffnetzes (43,9 Prozent), den Ausbau der inländischen Kapazitäten zur Herstellung von Wasserstoff (34,0 Prozent) sowie die Sicherung wettbewerbsfähiger Strompreise (31,1 Prozent). Dahinter folgen fast gleichauf der Neubau wasserstofffähiger Gaskraftwerke (26,7 Prozent) sowie die breite Förderung industrieller Wasserstoffanwendungen (25,3 Prozent). Die mit dem Koalitionsvertrag vereinbarten öffentlichen Beschaffungsquoten für grünen Wasserstoff halten 14,9 Prozent der Befragten für besonders wichtig. Überraschend: Für nur 9,9 Prozent der Entscheider*innen zählt der Ausbau internationaler Import-Partnerschaften zu den drei wichtigsten Wasserstoffthemen des Ampel-Vertrags.

Zum nationalen Wasserstoffmonitor

Mit dem nationalen Wasserstoffmonitor von Metropole Ruhr, RWE und thyssenkrupp wird kontinuierlich ein repräsentatives Meinungs-und Stimmungsbild deutscher Wirtschaftsentscheider*innen und Selbstständiger in verschiedenen relevanten Wasserstoffdimensionen erhoben. So wird der Debatte um den deutschen und europäischen Markthochlauf der Wasserstofftechnologien eine wichtige Perspektive hinzugefügt. Erste vom Meinungsforschungsinstitut Civey erhobene Umfrageergebnisse wurden im April 2021 veröffentlicht. Der Wasserstoffmonitor wird regelmäßig um anlassbezogene Fragen ergänzt.

Tagesaktuelle Umfrageergebnisse sind unter https://metropole.ruhr/wasserstoffmonitor zu finden.

Pressematerial

Die Ergebnisgrafiken zur freien redaktionellen Verwendung stehen hier zum Download bereit:

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Regionalverband Ruhr

Pressestelle
Barbara Klask
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