Mittwoch, 30. Oktober 2019

Längster Business-Pitch der Welt

Start-up-Szene im Ruhrgebiet stellt GUINNESS WORLD RECORDS®-Weltrekord auf

Bochum. Beeindruckender Beleg für das Potenzial der Start-up-Region Metropole Ruhr: Ab sofort hält der Regionalverband Ruhr (RVR) den offiziellen GUINNESS WORLD RECORDS®-Titel für den „Längsten Business Pitch Marathon“. Aufgestellt wurde der Rekord im Rahmen der Standortmarketing-Kampagne „Stadt der Städte“ auf dem RuhrSummit 2019 in der Bochumer Jahrhunderthalle – mit der Unterstützung von insgesamt 74 Start-ups. Diese präsentierten sich exakt 29 Stunden am Stück gegenüber renommierten Investoren – und übertrafen damit den bisherigen Rekordhalter im Dauerpitchen, Virgin Media Business von Sir Richard Branson.

Fast 30 Stunden Dauerpitch

„Durch die gute Zusammenarbeit der Metropole Ruhr mit dem RuhrSummit konnten wir kreativen Geschäftsideen eine außergewöhnliche Bühne bieten“, erklärt Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des Regionalverbandes Ruhr. RuhrSummit-Organisator Oliver Weimann ergänzt: „Wer sich die Business-Modelle angehört hat, weiß, welches Potenzial die Metropole Ruhr hat. Deshalb hatte ich auch keinen Zweifel, dass wir den Rekord hier bei uns knacken können.“

Die Bühne nutzten die Gründerinnen und Gründer exzellent. Die Vielfalt der vorgestellten Geschäftsideen imponierte Investoren und Publikum und lieferte einen beeindruckenden Beleg für die enorme Innovationskraft des Ruhrgebiets. Ein Beispiel ist Socialbnb, ein Projekt der Impact Factory Duisburg. Socialbnb ist eine innovative Online-Plattform, die Touristen mit sozialen und ökologischen Hilfsorganisationen (NGOs) in der ganzen Welt verbindet. Sie helfen diesen Hilfsorganisationen aus ihrer Spendenabhängigkeit, indem ungenutzte Räumlichkeiten als Übernachtungsmöglichkeiten auf der Socialbnb-Website vermarktet werden. Der Reisende hat währenddessen die Möglichkeit, eine authentische und lokale Reiseerfahrung zu machen und mit seiner Übernachtung nachhaltige Projekte finanziell zu unterstützen.

„Die Metropole Ruhr hat sich zu einer der Top-Gründerszenen Deutschlands entwickelt. Diese 29 Stunden waren zwar auch für uns Investoren anstrengend, haben sich aber auf jeden Fall gelohnt. Da waren sehr spannende Unternehmen dabei, die wir uns definitiv näher anschauen werden“, resümiert Investor David Stuck von bmp Ventures aus Berlin. Neben ihm hielten als Investoren Fabian Storp, zuständig für den Bereich New Business bei der Funke Mediengruppe, und Thilo Schneider, geschäftsführender Gesellschafter der UCY Energy Group, den Marathon-Pitch durch.

So wird sich die Jury nach dem Pitch zum Beispiel intensiv mit FIBS Building Systems Deutschland aus Dillingen auseinandersetzen. FIBS ist ein innovatives und patentiertes Bausystem für den schnellen und einfachen Wandaufbau - ökologisch, nachhaltig, wiederverwendbar. Bauen mit FIBS BB (building blocks) ermöglicht, ohne Schrauben, Nägel, Mörtel oder Kleber zu bauen – gleich ob Room-in-Rooms oder Außen- und Innenwände entstehen sollen. Eingesetzt werden kann das System gleichermaßen im Messebau oder für innovative Geschäftseinrichtungen.

Klare Vorgaben für den Weltrekordversuch

Die Regeln für den Wettbewerb waren hart und wurden streng überwacht: So mussten drei Investoren während der gesamten 29 Stunden anwesend sein. Die Start-ups hatten zudem zehn Minuten Zeit, um ihr Geschäftsmodell zu präsentieren, bevor in weiteren fünf Minuten mögliche Fragen mit den Investoren diskutiert wurden. Der Weltrekordversuch war dabei kein Selbstzweck, sondern ein ernsthafter Investorenpitch. Dass dabei bereits konkrete Gespräche zwischen Unternehmern und Geldgebern geführt wurden, freut Karola Geiß-Netthöfel besonders: „Gleich mehrere Gründerinnen und Gründer haben das ernsthafte Interesse der Investoren geweckt. Es konnten vor Ort bereits erste Vereinbarungen zur Unterstützung besprochen werden. Dieser Pitch ist eine echte Erfolgsgeschichte für die ständig wachsende Start-up-Region Metropole Ruhr.“

Beispiel dafür ist Digiform aus Dortmund. Das Unternehmen bietet Unternehmen eine Lösung, Mitarbeiter richtig einzuarbeiten. Das sogenannte Onboarding wird häufig altmodisch mit überladenen Aktenordnern, in Präsenzveranstaltungen oder ohne Konzept durchgeführt. Zudem muss häufig ein Kollege für diese Zeit abgestellt werden. Der Ansatz der Dortmunder ist die innovative Verknüpfung aus Social Network und E-Learning in einer Plattform. Das spart sowohl Kosten als auch Zeit.

Wach, wacher, Investor

Auch für Moderator und 1LIVE-Gefahrenreporter Daniel Danger war der Pitch eine besondere Herausforderung: „Das war der pure Wahnsinn und hat unglaublich viel Spaß gemacht. Habe ich zufällig nebenbei den Weltrekord für die längste Event-Moderation aufgestellt? Ich bin fix und fertig, aber die absolute Höchstleistung war, dass sich die Investoren bis zum Schluss eine Start-up-Präsentation nach der anderen reingezogen und sich mit jeder inhaltlich fundiert auseinandergesetzt haben!“ In der Tat wurden die Präsentationen der Start-ups bis zum Schluss intensiv diskutiert und hinterfragt. Dabei halfen rund 20 Liter Kaffee, unzählige Energieriegel und viel Obst. Zusätzlich waren sportliche Übungen und „Spaziergänge“ über die Bühne erlaubt, um den Ideengebern konzentriert folgen zu können. Spannender Nebeneffekt für die Start-ups: Rund 400 Visitenkarten wurden ausgetauscht. Damit hat der längste Business-Pitch der Welt auch noch viele wichtige branchenspezifische Kontakte vermittelt.

Live-Streaming ins Netz

Da der Weltrekord von den Organisatoren während des gesamten Ablaufs ins Netz gestreamt wurde, haben die Start-ups sogar noch weitere Chancen auf den einen oder anderen zusätzlichen Deal – schließlich konnten sich so Investoren von überall her zuschalten. „Der Weltrekord ist der Beweis für die dynamische Entwicklung einer neuen Gründerkultur in der Metropole Ruhr, die uns zu einem der wichtigsten Start-up-Hotspots in Deutschland macht. Diese Entwicklung nimmt immer mehr Fahrt", bekräftigt Karola Geiß-Netthöfel. Durch den Fokus auf B2B-Lösungen bieten sich jungen Start-up-Teams im Ruhrgebiet noch große Potenziale für unternehmerische Innovation.


 

Über die „Stadt der Städte“:

„5 Millionen Menschen, 53 Städte, 1 Metropole“ – mit einer selbstbewussten Kampagne will das Ruhrgebiet sein Image bei Investoren und Fachkräften nachhaltig verändern. Unter dem Motto „Stadt der Städte“ spricht die Metropole Ruhr Investoren, Unternehmerinnen und Unternehmer, junge Berufstätige und natürlich Start-ups an. Die Kampagne für das Standortmarketing der Region ist eine Initiative aus dem Ruhrparlament des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und die erste Kampagne der Region seit der Kulturhauptstadt RUHR.2010.

Über den RuhrSummit:

Mehr als 5.100 Teilnehmer trafen sich in diesem Jahr bei der Start-up-Messe RuhrSummit in der Jahrhunderthalle Bochum. Die größte Start-up-Konferenz in NRW ging damit in die vierte Runde. Der RuhrSummit will Start-ups, Unternehmen, Investoren und Studenten vernetzen, um den Ideenaustausch anzuregen und einen Nährboden für Innovationen zu schaffen. Veranstaltet wird der RuhrSummit von der 360 Online Performance Group GmbH. Der Initiativkreis Ruhr ist Mit-Initiator der Konferenz.

Pressekontakt
Regionalverband Ruhr

Pressestelle
Barbara Klask
klask@rvr.ruhr
+49 201 2069-201

Kronprinzenstraße 35
D-45128 Essen
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